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Durch die Drittortbegegnung im Jahr 2013 fand in diesem Jahr über den 1. Mai die erste Bürgerbegegnung in Argences seit dem 25-jährigen Jubiläum statt. Daran nahm diesmal eine verhältnismäßige kleine Gruppe von ca. 25 Personen teil, was ausreichend Platz im Bus ließ - sowohl für das Bier im Gepäckraum als auch für die Teilnehmer während der Nachtfahrt. Denn schon am Donnerstagmittag startete das Programm in der Normandie, das auch Teile des Programms im Vorjahr enthielt. Damals war eine kleine Delegation zum 70. Jahrestag des D-Day nach Argences gereist.

So wurde am Donnerstag zunächst das Mémorial de Montormel besucht, eine Gedenkstätte oberhalb des Beckens von Falaise, in dem im Sommer 1944 heftige Kämpfe zwischen Deutschen und Alliierten stattgefunden hatten. Sehr viel erfreulicher war da die Abendveranstaltung in Argences, in deren Rahmen bei französischer Folkloremusik, Wein und ausgiebigem Buffet die deutsch-französische Freundschaft gefeiert wurde. Die Dekoration des Saals wurde dem eigentlichen Thema des Besuchs -  das Meer - angepasst. Dieses Thema sollte sich uns allerdings erst am nächsten Tag erschließen, als wir einen Tagesausflug in das Département La Manche machten.

Das klassisch normannische Wetter sollte uns leider den ganzen Tag an der Kanalküste begleiten, was allerdings kein Grund war, vom Programm abzuweichen. Am Vormittag besuchten wir Omaha Beach und den beeindruckenden amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer. An diesem Küstenabschnitt ist alles dem Gedenken an die Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 gewidmet.

  • 2015: Argences
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Anschließend ging es weiter nach Saint-Vaast-la-Hogue, von wo aus uns eine Fähre auf die Ile Tatihou übersetzte. Im Rahmen des Jugendaustausches wurde die Insel schon mehrmals besucht, weil man neben einem Museumsbesuch überlicherweise noch Zeit zum Baden hat. In diesem Jahr mussten wir uns jedoch keine Sorgen um Sonnenbrände machen und waren stattdessen froh, dass zumindest ein Teil der Gruppe einen überdachten Platz für das Picknick finden konnte. Den Rückweg an das Festland konnten wir entweder wieder per Fähre antreten oder aufgrund der einsetzenden Ebbe zu Fuß.

Weiter an der Küste entlang führte uns der Weg zum Leuchtturm von Gatteville, der an diesem Tag leider geschlossen war, so dass wir uns die gut 300 Treppenstufen sparen konnten. Stattdessen ging es weiter in den kleinen Küstenort Barfleur, wo nach einem kurzen Spaziergang - bevorzugt in windgeschützten Seitenstraßen - das Abendessen auf uns wartete. Bei Cidre, Wein und Meeresfrüchten war das schlechte Wetter schließlich schnell wieder vergessen.

Der Samstag ließ schließlich allen Zeit zur freien Verfügung mit den Gastfamilien. Am Sonntagmorgen stand der Bus mit unserem Fahrer Klaus nach den ereignisreichen Tagen wieder bereit, um uns sicher zurück nach Hettstadt zu bringen. Der Austausch im Jahr 2016 ist allerdings schon in Planung: am Himmelfahrtswochenende wird es eine Drittortbegegnung im Ruhrgebiet geben. A bientôt!

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