Über das lange Wochenende an Christi Himmelfahrt besuchten uns dieses Jahr wieder unsere Freunde aus Argences. Mit dabei waren viele altbekannte Gesichter, erfreulicherweise aber auch ein paar neue. Nach der Ankunft am Donnerstag Morgen gönnte man sich zunächst einen Tag in den Gastfamilien, der je nach Unternehmungslust mehr oder weniger erholsam ablief.

Am Freitag wartete schließlich ein spannender Tagesausflug nach Weimar auf die Gruppe. Auf dem Weg nach Weimar spielte natürlich die innerdeutsche Grenze eine große Rolle. So wurde in Bad Königshofen ein kleines Museum besichtigt, das die Erinnerungen an die Zeiten des Kalten Krieges weckte. Besonders veranschaulicht wurde dies durch Zeitzeugen, die damals wie heute in der Region lebten und vom Alltag in unmittelbarer Nähe zur streng bewachten Grenze berichteten.

Nach einem Bildervortrag und dem Rundgang durch das Museum folgte ein weiterer Zwischenstopp an einer alten Grenzanlage. In Weimar angekommen ging es weniger um die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, als viel mehr um das künstlerische Wirken bedeutender Persönlichkeiten wie Goethe und Schiller.

  • 2011: Hettstadt
  • 2011: Hettstadt
  • 2011: Hettstadt
  • 2011: Hettstadt

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Mit fachkundigen Führern, deren Begeisterung zu spüren war, liefen mehrere Gruppen quer durch Weimar und bekamen interessante Sehenswürdigkeiten gezeigt, untermalt mit netten Anekdoten. Dennoch waren alle froh, als es anschließend in einem Gasthof Essen und Trinken gab.

Die gemeinsame Abendveranstaltung, der eigentliche Höhepunkt einer jeden Bürgerreise, fand am Samstagabend in ganz besonderem Ambiente statt, nämlich hinter dem Feuerwehrhaus. Zwischen den Bäumen wurde sowohl eine kleine Bühne aufgebaut, als auch ausreichend Biertischgarnituren für unsere Gäste, Gastgeber und alle interessierten Hettstadter Bürger.

Begleitet von schwungvoller Tanzmusik war für das leibliche Wohl natürlich bestens gesorgt. Und Gilbert Labourot, Vorsitzender des französischen Komitees, sowie Eberhard Götz, in seiner Funktion als Bürgermeister auch Vorsitzender des Hettstadter Partnerschaftskomitees, vergaßen in ihren Reden nicht zu betonen, wie wichtig in den momentan schweren Zeiten für die Europäische Union das Füllen mit Leben dieser Partnerschaft ist. Für viele Beteiligte ist es inzwischen längst eine Herzensangelegenheit geworden.

Doch auch der schönste Abend geht einmal zu Ende und so hieß es am nächsten Morgen Abschied zu nehmen. So machten sich die französischen Gäste wieder auf den Weg nach Argences, allerdings mit der Aussicht auf zwei Begegnungen im kommenden Jahr, die anlässlich des 25. Jubiläums der Partnerschaft stattfinden werden.

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