Partnerschaft Europa 2.0 – Partnerschaft in der Europäischen Union der 2. Generation

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Partnerschaft in Zeiten der europäischen Wirtschaftskrise
Sind Partnerschaften nur noch blankes Ritual oder können sie zur Europäisierung beitragen?

Das 25. Jubiläum der Partnerschaft steht unter dem Thema Partnerschaft Europa 2.0. Das Partnerschaftskomitee Hettstadt will damit die Rolle der Partnerschaft für die nächste Generation überprüfen und die Weichen stellen für ihre zukünftigen Aufgaben.

Als vor 25 Jahren die Partnerschaft zwischen Hettstadt und der Gemeinde Argences in der Normandie der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wurde, enthielt dieser konkrete Ziele.

Die Bürger beider Länder hatten es sich zur Aufgabe gemacht, zur Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich beizutragen. Sie haben sich eingelassen auf eine fremde Kultur, eine fremde Sprache, nicht zuletzt sich vorgenommen, eine Feindschaft zu begraben.

Mission erfüllt
Diese Ziele dürfen heute als erreicht betrachtet werden: Jahr für Jahr haben zahlreiche Familien seit 1987 Gäste in ihre Häuser aufgenommen und sind in das Partnerland gereist. Freundschaften sind entstanden, die jetzt bereits in der 2. Generation bestehen. Der Kontakt auf der kommunalen Ebene hat sich über die Jahre beständig verfestigt und gehört zum Gemeindeleben.

Die politischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Entscheidungen in der EU in dieser Zeit, sei es die Aufhebung der innereuropäischen Grenzen oder die Einführung des Euro als gemeinsame Währung haben für die Menschen vieles vereinfacht und Europa weltpolitisch zu einer ernstzunehmenden Größe gemacht.

Alles gut?
Alles gut - sollte man meinen, wäre da nicht nach dieser langen Phase der Annäherung und Stabilisierung zwischen den beiden Gemeinden Hettstadt und Argences - und das gilt genauso für die beiden EU-Länder Deutschland und Frankreich - eine Veränderung in der Beziehung zu bemerken:

Durch die Wirtschaftskrise, an der alle EU-Länder jetzt schon mehrere Jahre schwer zu tragen haben, richtet sich der Blick vieler wieder stärker auf nationale Belange.

Genau hier ist der Ansatz des Projekts:
Das Projekt Partnerschaft 2.0 hat zum Ziel, die Kontakte, die in den 25 Jahren der 1. Generation gemacht wurden und die Erfahrungen aus dieser Zeit, in die jetzt veränderte Gesellschaft der 2. Generation zu transponieren.

Das Komitee hat sich zwei Ziele gesetzt:
Erstens, die Bedeutung der Europäischen Union innerhalb seines Arbeitsbereiches, nämlich der Pflege der Beziehung zur französischen Partnergemeinde, zu fokussieren – entgegen der aktuell spürbaren „Europa-Überdrüssigkeit". Konkret: Was kann die Partnerschaft tun, dass aus Hettstadter Bürgern Europäer werden?

Zweitens möchte es dazu beitragen, die Chancengleichheit behinderter Bürger und ihrer Rechte zu fördern, indem sie und ihre Betreuer, in das Partnerschaftsgeschehen integriert werden.

Mit der Vorstellung dieses Projekts ist es dem Komitee auch gelungen, aus dem Förderprogramm der Europäischen Kommission eine Geldzuweisung zu erhalten, sodass auch die Finanzierung der Aktivitäten für das Jubiläumsjahr und der dadurch erhöhten Kosten gesichert ist. Über diese Anerkennung unserer Arbeit und natürlich über den Geldbetrag, mit dem neue Aufgaben überhaupt zu bewältigen sind, freuen wir uns vom Komitee außerordentlich.

Auftakt des Projekts Partnerschaft EU 2.0 war der Besuch unserer französischen Freunde vom 1. bis 4. November 2012 in Hettstadt.

Hier das Programm

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